Senior Living neu gedacht: Rehberg und Kainz gründen Betreibermodell

Nach Monaten der intensiven Vorbereitung gehen Constantin Rehberg (Bild links) und Christina Kainz (rechts) mit einem neuartigen Betreiberkonzept für das „Wohnen im Alter“ an den Start. Die flexible Wohnform soll das selbstbestimmte Leben in den eigenen vier Wänden fördern und eine neue Generation von Senioren ansprechen. Die Gründer, die beide zuletzt für prizeotel in führender Position tätig waren, haben bei dem Konzept ihre langjährige Hotelerfahrung konzeptionell fest verankert, um eine einzigartige Wohlfühlatmosphäre zu schaffen und den Bedürfnissen der Zielgruppe der aktiven Senioren gerecht zu werden. Das Ergebnis ist ein modernes und hybrides Wohnmodell, welches den Schulterschluss zwischen Hotellerie, Serviced Apartments und Quartiersleben schafft. Ergänzend dazu setzt das Team auf ein holistisches Pflegekonzept, gestützt durch barrierefreies Interior Design, welches Menschen mit und ohne Pflegegrad ein neues Zuhause gibt.

Lifestyle aus der Hotellerie

Auch wenn Rehberg und Kainz bisher nur wenige Details zur Betreibermarke verrieten, so steht schon fest: Es soll verstärkt um Farbe, Verbundenheit, personalisierten Service und Lebensfreude im Alter gehen sowie eine echte Alternative zu bestehenden Angeboten darstellen. Beispielsweise wird auf ein Schwimmbad oder eine gastronomische Vollküche bewusst verzichtet, denn in vielen Fällen seien dies Preistreiber, die sich nicht an den Bedürfnissen der Menschen orientieren. Vielmehr soll es um eine starke Gemeinschaft gehen, die sich gegenseitig stützt, wobei starke Partner aktiv in das Konzept eingebunden werden, um eine große Bandbreite an Kulinarik, Kultur und Aktivitäten anbieten zu können. So spielen die Integration der Nachbarschaft, ein smarter Minishop und ein interaktives Entertainmentangebot eine zentrale Rolle.

„Wahrscheinlich genau der richtige Ansatz zur richtigen Zeit, wo doch in den nächsten Jahren zahlreiche Babyboomer passende und bezahlbare Lösungen für das Leben im Alter suchen werden“, meinen die beiden Gründer. Der branchenspezifische Projektentwickler Terragon AG schätzte zuletzt, dass es mehr als einer halben Million Seniorenapartments bedarf, um die aktuelle Nachfrage decken zu können.

Expansionspläne

Das Team hat sich auf eine ambitionierte, aber nachhaltige Wachstumsstrategie vorbereitet und sieht großes Potenzial in Städten und urbanen Lagen mit mehr als 15.000 Einwohnern. Eine entsprechende Finanzierung sei durch Businessangels und strategische Investoren bereits gesichert. Aktuell werden die ersten Standorte mit langfristigen Pachtambitionen (mindestens 20 Jahre – Double-Net) verhandelt, wobei der Fokus neben Quartiersentwicklungen auf der Revitalisierung von Innenstädten liegt. Gerade für Hotelprojekte, die wegen der aktuellen Situation nicht realisiert werden können, bieten Rehberg und Kainz ein alternatives Betreibermodell. Der eigentliche Markenstart ist für den Sommer 2021 geplant. Weitere Informationen erhalten Sie bei Constantin Rehberg und Christina Kainz persönlich via LinkedIn, demnächst in der Apartment Community sowie beim Webtalk zum Thema Senior Living am 16. September 2021.

Bild: Pascal Lieleg

Upartments eröffnet Markenduo in 4711-Fabrik

Ein neues Apartment-Haus der Upartments Real Estate hat am 1. Oktober 2020 im ehemaligen Verwaltungs- und Fabrikgebäude der Parfüm-Marke 4711 in Köln-Ehrenfeld eröffnet. Der Wohnkomplex mit 12 Stockwerken besitzt eine BGF von 12.000 qm und beherbergt auf den Etagen eins bis vier 136 Apartments für Studierende unter der Brand Youniq und auf den Stockwerken fünf bis neun 112 Apartments der Marke Joyn.

Die Einheiten von Youniq sind mit Schreibtisch, Schlafmöglichkeit, Stauraum in Form von Regalen sowie einer eingebauten Küchenzeile ausgestattet. Community Spaces regen die Bewohner zum Zusammenkommen und gemeinsamen Lernen an. Für nicht-studentische Gäste bietet das Joyn in den oberen Stockwerken Apartments mit eigenem Bad, einer Kitchenette und einen Arbeits- und Entspannungsbereich an. Das Highlight ist die Community Lounge im neunten Stockwerk: Sie befindet sich im ehemaligen Büro der Geschäftsleitung von 4711 und wurde in enger Abstimmung mit dem Denkmalamt der Stadt Köln mit den originalen Holzwandvertäfelungen, Wand- und Deckenfrieseinfassungen sowie Heizkörperverkleidungen restauriert. Das Gebäude ist wenige Minuten von der Kölner Innenstadt entfernt, die Fahrzeit zur Kölnmesse beträgt etwa zwanzig Minuten mit dem Nahverkehr.

Rendering des neu genutzten Fabrikgebäudes von 4711. Bild: Upartments