THE FIZZ Aachen: SIGNA verkauft an IC

Mit ihrer Fertigstellung hat SIGNA Studentenapartments in Aachen an die International Campus Group (IC) verkauft. Auf einer Brutto-grundfläche von 5.700 qm entstanden 165 Apartments zwischen 18 und 32 qm. Zudem gibt es gemeinschaftlich nutzbare Flächen zum Kochen, Lernen und Sporttreiben. Die Marke THE FIZZ von IC will für eine aktive Community und eine perfekt auf die Zielgruppe zugeschnittene Infrastruktur stehen. Die Übergabe und Eröffnung fand rechtzeitig zum Sommersemester 2021 statt. Damit wollen sowohl Projektentwickler als auch der neue Eigentümer der Wohnraumknappheit entgegenwirken, die vor allem in Universitätsstädten zunehmend zutage tritt.

Über International Campus (IC)

Die 2011 gegründete International Campus GmbH finanziert, entwickelt und betreibt Microliving-Konzepte für temporäres Wohnen. Das Unternehmen gehört zu den führenden Anbietern in Zentraleuropa. Während sich die Marke THE FIZZ auf Studierende spezialisiert, richtet sich HVNS an Berufstätige. Die Häuser bieten vollständig eingerichtete Apartments in zentralen Lagen und ein dazugehöriges Community-Konzept. Derzeit sind über 5.800 Apartments in Deutschland, Österreich, Tschechien und den Niederlanden in Betrieb und im Bau. Das Unternehmen mit Büros in Berlin, Hamburg, München, Wien, Amsterdam und Luxemburg beschäftigt über 120 Mitarbeiter*innen.

Sie interessieren sich für Projekte im Bereich Studentenwohnen? Erfahren Sie mehr darüber in unserem Webtalk am 20. Mai 2021. Melden Sie sich gleich an.

Bild: SIGNA

Typenkatalog für Mikroapartments

Im Rahmen der Forschungsinitiative „Zukunft Bau“ wurde ein Typenkatalog Mikrowohnen erarbeitet, der eine Umwidmung von gewerblichen Bürogebäuden der 1950er- bis 1970er-Jahre unterstützen kann. Ein übergreifender Katalog klassifiziert zunächst den gewerblichen Leerstand innerhalb eines allgemeingültigen Typenverzeichnisses. Im Mittelpunkt stehen dabei das Raster und dessen Eignung zur Umwidmung in urbanes Wohnen. Das Forschungsprojekt stammt von Faraneh Farnoudi und Andreas Hild.

Gewerbe- und Industriebauten der Nachkriegszeit, insbesondere Bürobauten, stehen leer, weil deren veraltete technische Ausstattung sowie die Grundrisse nicht mehr den heutigen Anforderungen an eine entsprechende Nutzung gerecht werden. Und dies trotz einer guten, innerstädtischen Lage mit Anbindung an die existierende Infrastruktur. Mit einer Umwidmung könnte die Situation auf dem Wohn- und Immobilienmarkt entspannt werden. Denn Wohnraum ist knapp, vor allem in urbanen Lagen, die Preise steigen stetig an.

Altersgerechtes Wohnen im Fokus

Das Mikroapartment stellt sich als zentralen Lösungsansatz dar, weil es sich einerseits in die vorgegebenen Raster integrieren lässt und andererseits ein grundsätzlicher, wenn auch im konkreten Anwendungsfall zu prüfender Bedarf für diese Wohnform vorliegt. Von besonderer Bedeutung ist zudem der Einbezug von Belangen des altengerechten Wohnens in die Planung, um die Mikroapartments mit wenigen Änderungen entsprechend konvertieren zu können. Anhand der gängigen Rastertypen wie auch exemplarischer Grundrisse wurde im Rahmen des Projekts aufgezeigt, wie sich Bürogebäude in Wohnraum umwandeln lassen. In dieser Umnutzung liegen besondere Chancen für eine nachhaltige Quartiersentwicklung bei gleichzeitiger Befriedigung eines akuten Bedarfes.

Der Abschlussbericht steht als kostenloses PDF zum Download zur Verfügung: www.hildundk.de/project_brochure/

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