Der Gesamtverband der Katholischen Kirchengemeinden im Nordend am Rande der Frankfurter Innenstadt hat eine deutsch-italienische Kindertagesstätte und ein Studierendenwohnheim errichtet. Für die Planung und Bauleitung des siebengeschossigen Gebäudes wurde BGF+ Architekten aus Wiesbaden beauftragt. Die Herausforderung des Projektes bestand u. a. darin, auf engstem innerstädtischen Raum maximale Aufenthaltsqualität und Vielfalt für zwei Generationen mit verschiedenen Bedürfnissen zu schaffen.

Architektur und Apartments

Anhand der Materialwahl der Fassade lässt sich die unterschiedliche Nutzung des Gebäudes ablesen: So erhielt das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss, die von der Kita genutzt werden, eine braun-beige Ziegelfassade. Hinter der hellen Putzfassade befindet sich dann das Wohnheim. Die strenge Rasterung der Fenster des Studentenwohnheims wird durch das Spiel der Faltschiebeläden überlagert. Die dadurch entstehende lebendige Optik spiegelt die Individualität der jungen Bewohner wider.

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Die neue Unterkunft für Studenten trägt den Namen „Bernhard- und Ludwig-Becker-Haus“ und soll an die aus dem Nordend stammenden Zwillingsbrüder erinnern. Das Wohnheim wurde in Passivhausbauweise errichtet. Die 56 Zimmer erstrecken sich über ein Staffel- und vier Obergeschosse. Aufgrund des Grundrisses, welcher durch die innerstädtische Situation bedingt ist, bietet das Wohnheim unterschiedliche Zimmertypen. Auf jedem der fünf Stockwerke gibt es einen großzügigen Gemeinschaftsraum mit Koch-, Ess- und Entspannungsbereich. Er ist ein Begegnungsort für junge Menschen und soll das Leben und Wohnen in der Gemeinschaft fördern.

Bild: Thomas Ott

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